





Urbane Freiräume Baakenhafen in der Hafencity Hamburg (D), Anerkennung, 2012
+++ Mit der Entwicklung des Gebietes am Baakenhafen zu einem neuen Stadtraum Hamburgs entsteht auch ein weiteres Stück Stadt in dem beeindruckenden Ökosystem der Unterelbe, dass auch einen täglichen Einfluss auf das Leben in Hamburg hat. Stadt und Fluss sind in enger Weise miteinander verknüpft und trotz großer menschlicher Anstrengungen, bleibt Hamburg stark vom Wasser abhängig. Der Wegfall der Hafennutzung im Bereich der heutigen Hafencity bietet nicht nur die Möglichkeit neue lebendige Stadtteile zu errichten, sondern auch die Bezüge zu dem umgebenden Landschaftsraum zu erneuern, mit der städtischen Nutzung zu verknüpfen und so eine stärkere Verwebung von Stadt und Landschaft zu erreichen. Dies korrespondiert auch mit den Plänen Hamburgs über den Baakenhafen eine Grünanbindung zwischen Wallanlage und Entenwerder zu schaffen. Im vorliegenden Entwurf werden die Kaizonen und alle im hochwassergefährdeten Bereich liegenden Teile des Freiraumes als ein Abbild des Landschaftsraums der Unterelbe interpretiert, die die hochwassersicheren Teile der Warften umspülen, die selbst wiederum die eigentliche Ausdehnung des städtischen Raumes darstellen. Die Gestaltung der Kaizonen, der Spielinsel und der Elbpromenade auf dem Kirchenpauerkai ist deshalb von der fluvialen Erosionslandschaft der Unterelbe inspiriert, die ganz real auch weiter unter dem Einfluss der wechselnden Wasserstände und möglicher Flutereignisse stehen werden, während die Warften als „sichere“ und vom Fluss nur noch schwach beeinflusste Bereiche die Geschichte vielfältiger urbaner Freiräume fortschreiben. Es entsteht so eine deutliche Differenzierung zwischen „oben“ und „unten“, womit auch eine spannende Abfolge städtischer und identitätsstiftender Freiräume entsteht.
Ausloberin: HafenCity Hamburg GmbH / zweiphasiger Realisierungswettbewerb / Fläche 24 ha / 2012




Erweiterung und Umbau Campe-Gymnasium, Holzminden (D), 2. Preis, 2012
+++ Das Campe Gymnasium in Holzminden ist derzeit auf zwei verschiedene Standorte aufgeteilt und besteht neben dem Hauptgebäude aus mehreren Baukörpern, die an beiden Standorten in den letzten 30 Jahren errichtet wurden. Durch die Zusammenlegung der Standorte und neue technische Anforderungen wird ein großer Neubau erwartet, welcher einen Großteil der Fläche einnimmt. Die Lage der Gebäudeteile zwischen Billerbeck und Wilhelmstrasse, sowie die Übergänge zum nördlich gelegenen Sportplatz legen eine axiale Gliederung des Freiraums nahe. Diese wird durch Belagwechsel, mit Bänken gefassten Raseninseln und Spielflächen erreicht. Die bestehende Baumreihe zwischen den beiden Strassen wird gelockert und landschaftlich einbezogen. Die neue Mensa erhält im Osten eine eigene Freifläche, die an den neu angelegten Schulgarten angrenzt. Entlang der Wilhelmsstrasse wird eine Kiss-and-drop Zone angelegt.
Ausloberin: Landkreis Holzminden / begrenzt offener Realisierungswettbewerb / Fläche 2 ha / Architektur Hascher Jehle, Berlin/ 2012






St Gallen Kulturplatz, 2. Preis, 2012
+++ Der von den Bürgern als Kulturplatz bezeichnete Bereich ist derzeit ledigleich ein Strassenraum zwischen Stadttheater und Tonhalle. Der Entwurf definiert daher einen neuen Platz mit einer starken Aufenthaltsqualität im Verlauf der Museumsstrasse. Die zugrunde liegende Idee einer Platztektonik ergibt sich aus dem Zusammentreffen funktional und ästhetisch unterschiedlicher Flächen zwischen der Tonhalle und dem Stadttheater. Die gegeneinander versetzten Winkel der einzelnen Flächen führen beim Aufeinandertreffen zu einem Bruch welcher die Kontur des Stadttheaters nachzeichnet.
Ausloberin: Stadt St. Gallen / begrenzter Realisierungswettbewerb / Fläche 0,9 ha / 2011







Erweiterung Museum Berggruen - Skulpturengarten, 1. Preis, 2011
+++ Der Entwurf nimmt die Struktur des historischen Freiraums innerhalb des Hofes wieder auf und bindet den Garten stärker an das Museum. Der Garten ist von Nord nach Süd in drei Teilbereiche gegliedert. Direkt an die Vorfläche zum Museum schließt ein Vegetationsstreifen an, der klar einen Übergang in den Garten definiert. Der mittlere Teil wird durch eine abgesenkte Rasenfläche bestimmt. Sie schafft für den Garten eine offene Mitte und ist Aufstellungsort für Skulpturen. Der südliche Teil wird von einer freien Strauchpflanzung bestimmt, die durch ihre Form und eine Höhenstaffelung die landschaftliche Kulisse des Gartens bildet. Als Rahmen für den gesamten Garten dienen vier streng geschnittene Heckenkörper aus Hainbuche, welche die Ecken des Gartens besetzen.
Ausloberin: Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) / eingeladenes Verhandlungsverfahren / Fläche 0,12 ha / 2011






Historischer Park Köln-Deutz (D)
+++ Grundüberlegung der Konzeption ist die Darstellung der Vielfältigkeit der historischen Zeugnisse in einem Raumgefüge, dass an den neuen Rheinboulevard angefügt wird und sich mit der Urbanstraße und der historischen Achse des Kastells (Via Praetoria) nach Deutz öffnet. Es ergibt sich aus diesen Überlegungen auch eine angepasste Betrachtung der Beziehungen sämtlicher Teilräume zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke und ihrer Anbindung an den Rheinboulevard und den Rhein. Die Schaffung eines „Historischen Parks Deutz“ lässt die orthogonalen Achsen, die Deutz an den Rhein anbinden stärker in den Vordergrund rücken. Sie spannen sich zwischen Rheinboulevard und Mindener Straße auf und grenzen die Qualitäten der einzelnen Teilräume klar voneinander ab. Daraus abgeleitet ergibt sich ein Betrachtungsraum für den Historischen Park Deutz zwischen Rhein und Mindener Straße. Als Kernbereich kann der Raum innerhalb der Grenzen des römischen Kastells Divitia angesehen werden. Daraus ergibt sich eine direkte Überschneidung mit dem Rheinboulevard.
Bauherr: Stadt Köln / Direktauftrag / LP 2-3 / 2012 / Fläche 1,5 ha







Landesgartenschau Bad Herrenalb 2017, ein 3. Preis, 2011
+++ Durch die Veränderungen im Verlauf und in der Ufergestaltung des Flüsschens Alb bildet das Gewässer einen neuen Fokus innerhalb der Stadt und wird zu einem durchgehend erlebbaren Band, welches die Stadträume und die gesamte Stadt besser an seine Umgebung anbindet. Dem neuen Band der Alb werden weitere Bänder zugeordnet, die zusammengeführt und miteinander verwoben, ein stabiles Grundgerüst für die weitere Entwicklung von Bad Herrenalb entstehen lassen. Dazu gehören das Promenaden- und das Parkband, das Band der Bewegung, das Band für Kultur und Sport und das Serviceband.
Ausloberin: Stadt Bad Herrenalb / offener Realisierungswettbewerb / Fläche 47 ha / 2011 / mit Sebastian Rhode










Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow, Berlin (D)
+++ Der Botanische Volkspark Blankenfelde befindet sich im Norden Berlins im Bezirk Pankow auf einer Hochfläche des Niederen Barnims und ist heute Teil des länderübergreifenden Naturparks Barnim. Ihre Ursprünge findet die Anlage als ehemaliges Rieselfeld, auf dem im 19. und 20. Jahrhundert Berliner Abwässer verrieselt wurden, um diese zu reinigen und die sandigen Böden fruchtbarer zu machen. Die Rieselbauern züchteten hier Gemüse, Obst, Getreide und Futtergras, bis man erkannte, dass die Verrieselung zu einer Vergiftung der Böden führte. Die Einstellung der Verrieselung führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels und damit auch zu Veränderungen im Naturhaushalt. Der heutige Botanische Volkspark Pankow wurde 1909 vom Stadtgartendirektor Albert Brodersen als zentraler Schulgarten Berlins angelegt. Besonders charakteristisch ist dabei das zugrunde liegende orthogonale Raster im östlichen Teil und die landschaftliche Gestaltung im Westen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage auf Bestreben Reinhold Lingners erhalten, teilweise wieder Instand gesetzt und ging dann 1977 in die Verantwortung der Humboldt- Universität über. Teile der Anlage wurden nun überformt. Gegenüber dem zentralen Gewächshaus entstand in diesem Zuge das „Kleine Arboretum“. In den folgenden Jahren soll schrittweise eine Entwicklung und Schärfung der bestehenden Raumtypologien umgesetzt werden. Zunächst wird in einem ersten Bauabschnitt die zentrale Parkachse als Entrée in die Anlage überarbeitet.
Bauherr: Grün Berlin GmbH / Verhandlungsverfahren / LP 1-8 / 2011-2013 / Fläche 3,2 ha









Hugo-Junkers-Park, Mönchengladbach-Rheydt, ein 2. Preis, zur Überarbeitung, 2011
+++ Mit der Qualifizierung der Freiflächen im Umfeld des Pahlke-Stadtbades wird eine für Rheydt wertvolle zentrumsnahe Grün- und Parkanlage geschaffen. Ziel des Entwurfes ist es, die bestehenden Bildungseinrichtungen und das Stadtbad in eine Struktur aus differenzierten Teilräumen mit großer Aufenthaltsqualität und eigenem Charakter einzubinden. Dazu werden die Parkkanten geschärft und zugleich eine Strukturierung des Wettbewerbsgebietes erreicht. Die räumliche Struktur und Materialverwendung tragen dabei zu einer harmonisch zeitgenössischen Interpretation des Ortes bei.
Ausloberin: Stadt Mönchengladbach/ begrenzter Realisierungswettbewerb / Fläche 4 ha / 2011









Aspern Seepark, Wien, 1. Ankauf, 2011
+++ Der geplante Seepark bildet den Kern des Freiraumsystems der zukünftigen Seestadt Aspern. Die vier Teilbereiche des neuen Seeparks Aspern sollen als zusammenhängende Freiraumfigur gelesen werden können und eigenständige Teilräume ausbilden. Die Landschaftszunge des Westpark bindet an den westlichen Grünzug an. Der Zentralpark ist insbesondere durch seine Anbindung an den See und großzügige Wiesenflächen geprägt, die Weite erzeugen und die offene Mitte der Seestadt betonen. Die Promenade im Norden des Sees bildet das Rückgrat der intensiven städtischen Freiräume als Ort des Sehens und Gesehen werden, des Flanierens und Erholens. Der Ostpark bildet den landschaftlichen Übergang in den östlichen Grünzug.
Ausloberin: Aspern Development AG und Magistrat Wien / begrenzter Realisierungswettbewerb / Fläche 9,7 ha / 2011












Bundesgartenschau Heilbronn 2019, Ankauf, 2011
+++ Heilbronn teilt mit vielen anderen Kommunen, die an wichtigen Binnenschifffahrtsstraßen gewachsen sind, die Besonderheit, dass die Uferbereiche in der Industrialisierung zu Randlagen der städtischen Entwicklung wurden. Die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 bietet die Gelegenheit, den Neckar und seinen Altarm zu attraktiven Naherholungsbereichen in der Stadt zu gestalten. Kernaussage des Entwurfes ist die Kreuzung einer städtebaulichen Ost-West-Achse zwischen der Altstadt und den westlich des Neckars liegenden Stadtteilen mit einer starken Nord-Süd-Grünverbindung. Dabei nutzt die neue Ost-West-Achse die Inseln Kraninsel, Hafenweiler und die große Neckarinsel als Trittsteine zwischen dem Neckar und dem Neckaraltarm. Aus der Bedeutung der Neckarinseln für die Stadtentwicklung entsteht das Thema des Inselarchipels, welches stringent sowohl die freiraumplanerische Neuordnung für die Nachnutzung, als auch die Motive der Bundesgartenschau entwickelt.
Ausloberin: BUGA Heilbronn 2019 GmbH / offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb / Fläche 40 ha / 2011 / mit UT Architects



Hausgarten Potsdam-Babelsberg (D)
+++ Das Grundstück ermöglicht mit seiner starken Topografie die Zonierung verschiedener Teilbereiche. Zum Anderen bietet die Lage am Griebnitzsee mit ihren Ausblicken und Erholungsmöglichkeiten einen sehr atmosphärischen Hintergrund. Der Entwurf sieht vor, sich diese Besonderheiten zu Nutze zu machen und den Garten in einen naturnahen Wiesenraum mit Schilfzone und großzügigen Liegeflächen und einen Schmuckgarten mit Stauden- und Gehölzpflanzungen zu gliedern. Verbindendes Element beider Gartenteile ist das südlich der Villa gelegene Band, das der Topografie folgend von Westen nach Osten abgestufte Terrassenflächen miteinander verknüpft. Die Terrassenflächen orientieren sich in Lage und Form an den Räumen und Gartenzugängen des Hauses. Endpunkt des Bandes ist die großzügige Seeterrasse. Die vom zentralen Band abgehenden gefassten Holzdecks wölben sich jeweils am Ende ähnlich einer Klammer zu einem Sitzelement auf, das sich erneut auf das Band ausrichtet. Dadurch ergeben sich intime und gefasste Rückzugsorte auf drei verschiedenen Höhen des Gartens.
Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 1-8 / 2011-2012 / Fläche 0,2 ha


Internationale Gartenschau 2013 Hamburg (D) - Themengärten
+++ Once upon a crate lotet mit einfachen Modulen des täglichen Gebrauchs und dem prozessualen Aspekt der Pflanzung die Bedingungen von Individualität und Gesellschaft aus. Die modulare Anordnung der Transportkisten bespielt die Fläche mit verdichteten topografischen Strukturen und vereinzelten Setzungen. Gleichwohl setzt sich die Kiste selbst durch Material und Farbe gegen die Pflanze ab. Der Entwurf präzisiert damit den Wettbewerbsgewinn der Studenten der RMIT University in Melbourne und bietet eine Lösung für die statischen, pflanzlichen und technischen Anforderungen der Umsetzung. Die Einpassung in den Kontext erfolgt durch die Ausbildung eines bewegten Rückens zu den Kleingärten und der Schaupflanzung.
Bauherr: Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH / Direktauftrag / LP 3-8 / 2010-2013 / Fläche 455 qm


Internationale Gartenschau 2013 Hamburg (D) - Themengärten
+++ Die Akzeptanz und das Interesse am Nahrungsangebot anderer Länder lassen sich nicht nur auf die schmackhaften Zutaten zurückführen. Der Stellenwert des Essens in der Gesellschaft und die damit verbundene Esskultur bauen Brücken zu den Küchen ferner Regionen. Der Garten wird während der Internationalen Gartenschau zum Buffet, das mit reich gedeckten Tischen Einblicke in die unterschiedlichsten Esskulturen vermittelt. Während in überdimensionierten Banketttischen Beete mit örtlichen, mediterranen und exotischen Gewürzen Kräutern und Früchten eine sinnlichen Erfahrung von Gerüchen, Geschmäckern, Farben und Formen vermitteln, wird im Zentrum des Gartens die Tischkultur selbst zum Thema. Nahezu jede Kultur erkennt das gemeinsame Essen als soziales Ereignis, das den Zusammenhalt der Gruppe stärkt, und weist im einen festen Ort zu. Dieser Ort ist in den meisten Kulturen ein Tisch. Mal höher, mal niedriger wie in Teilen Asiens, vermitteln Tische eine Vorstellung der Gesellschaft, die sich an ihnen einfinden soll, und eine Bild der Speisen, die auf ihnen serviert werden. Die Zusammenschau kleiner arabischer Teetische, mitteleuropäischer Eichentische, japanischer niedriger Tische für die Teezeremonie oder großer Banketttische evoziert das Bild einer überbordenden Fülle und Vielfalt an Speisen, welche die Natur für uns bereit hält. Verbindendes Element dieser „Tischleindeckdich“ ist der große Teppich, der als Asphaltbemalung die Möblierung in einem gemeinsamen Raum zusammenfasst. Die begrenzenden Banketttische sind aus Spanplatten gebaut und mit weißen Planen bespannt. Auf diese Weise heben sich die gedeckten von den ungedeckten Tischen ab und ermöglichen zugleich auf einfache Weise den Einbau der großzügigen Hochbeete.
Bauherr: Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH / Direktauftrag / LP 2-8 / 2010-2013 / Fläche 490 qm
