Buttermarkt und Hafen Elmshorn | 1. Preis | 2016

 

Mit der Um- und Neugestaltung des Bereiches rund um den Hafen und den Buttermarkt aktiviert die Stadt Elmshorn einen wesentlichen Baustein im Stadtgefüge und begegnet damit aktiv den Folgen des Strukturwandels. Bisher vor allem der Abwicklung von Verkehren vorbehaltene Flächen und Brachen werden als wertvolle innerstädtische Freiräume für die Bewohner und Besucher der Stadt zurück gewonnen und zeitgemäß aufgewertet. Verkehre werden neu geordnet. Es entsteht ein attraktiver Auftakt und ein Entrée in die Stadt. Raumkanten und Platzabfolgen werden sichtbar, die im Moment optisch verloren gegangen sind. Die bisher gefühlte Rückseite am Fluss, der Krückau, als historische Grenze, wird in die Mitte genommen und daraus eine neue Schauseite der Stadt generiert. Das Wasser bietet eine hohe Anziehungskraft und trägt maßgeblich zur Atmosphäre des Ortes bei. Es wächst zusammen, was der Fluss bisher trennte.

Verfahren  offener zweiphasiger städtebaulich- freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 | 1. Preis | 2016

Auslober   Stadt Elmshorn | vertreten durch Sanierungsträger BIG Städtebau GmbH

Fläche   7 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Halina Hoppe | Fabian Karle | Mareen Leek | Franziska Albrecht

Projekpartner   Städtebauliche Beratung UmbauStadt Berlin | Perspektive Philipp Obkircher Berlin

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Gartenschau Eppingen 2021 | 1. Preis | 2016

 

Mit der regionalen baden-württembergischen Gartenschau 2021 ergreift die Stadt Eppingen die große Chance, wichtige Grün- und Erholungsstrukturen in der Stadt zu stärken und auszubauen. Der Bezug zum Wasser wird als bedeutende Standortqualität erlebbar gemacht. Den Altstadtkern umgebend entsteht ein Grünes Band, das die Stadt durchzieht und wichtige ökologische Rückzugs- und soziale Erholungsräume im Stadtgebiet anbietet. Über ein durchgängiges Wegeband können Anwohner und Besucher den Gewässerräumen entlang Hilsbach und Elsenz folgend vom Gartenpark an der Elsenz über das revitalisierte Schwanenareal zum neu gestalteten Bürgerpark und weiter zum Zusammenfluss der beiden prägenden Bäche gelangen. Gut akzentuierte Eingriffe respektieren dabei das hohe Potential des Ortes und nutzen die malerische Lage um Qualitäten zu schärfen.

Verfahren  nicht offener einphasiger freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil nach RPW 2013 | 1. Preis | 2016

Auslober   Stadt Eppingen | Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Fläche   5,6 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Halina Hoppe | Fabian Karle | Mareen Leek | Franziska Albrecht

Projekpartner   Perspektive Adrian Calitz Berlin

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Natur in Wassertrüdingen 2019 | 1. Preis | 2014

 

Mit der regionalen bayerischen Gartenschau 2019 ergreift die Stadt Wassertrüdingen die große Chance, wichtige Grün- und Erholungsstrukturen in der Stadt zu stärken und auszubauen. Der namensgebende Bezug zum Wasser wird als bedeutende Standortqualität erlebbar gemacht. Zwischen dem Erhohlungsgebiet Baudenhardt im Norden der Stadt und dem Oettinger Forst im Süden ensteht ein Grünes Band, das die Stadt durchzieht und wichtige ökologische Rückzugs- und soziale Erholungsräume im Stadtgebiet anbietet. Über ein durchgängiges Wegeband können Anwohner und Besucher vom Landschaftspark an der ehemaligen Erddeponie über die behutsam erschlossene Kette der Klingenweiher und die historische Altstadt zu den neu gestalteten Flächen in die Auwiesen der Wörnitz gelangen. Gut akzentuierte Eingriffe respektieren dabei das hohe Potential des Ortes und nutzen die malerische Lage um Qualitäten zu schärfen.

Verfahren  offener einphasiger freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 | 1. Preis | 2014

Auslober   Stadt Wassertrüdingen | Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH

Fläche   17,7 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Ulf Schrader | Mareen Leek | Katrin Paczulla

Projekpartner   Perspektive Monokrom Hamburg

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Schillerplatz und Remsanlagen Lorch | 3. Preis | 2014

 

Mit der Lage direkt an der Rems birgt der Raum rund um das Bürgerhaus Schillerschule großes Potential im Rahmen der interkommunalen Gartenschau Remstal 2019 einen offenen und klar strukturierten Freiraum herauszubilden, der das Stadtzentrum aktiviert. Es entsteht ein lebendiger Platz im Herzen von Lorch, der für alle Gruppen gleichermaßen attraktiv und nutzbar ist. Die stark zergliederten und zusammenhangslos wirkenden Teilflächen werden entlang einer durchgehenden Stadtpromenade geordnet und so miteinander verbunden, dass sich ein vielfältiger, klar zonierter innerstädtischer Freiraum aufspannt, der die Stadtmitte mit den südlichen remsbegleitenden Flächen verbindet. Ein einheitlicher Belagsteppich verbindet alle Teilräume.

Verfahren   offener zweiphasiger freiraumplanerischer Ideenwettbewerb mit Realisierungsteil nach RPW 2013 | 3. Preis | 2014

Auslober   Stadt Lorch | Hauptamt

Fläche   2,5 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Fabian Karle | Mareen Leek

Projekpartner   Perspektive Monokrom Hamburg

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Die Berkel Leben mit dem Fluss Stadtlohn | Anerkennung | 2014

 

Für eine stärkere Integration der Berkel in das städtische Leben von Stadtlohn wird vorgeschlagen, die Anbindungen an die Berkel aus der Stadt heraus zu stärken und außerdem zwischen Mühlenbrücke und Freibad einen attraktiven Flußraum zu schaffen, der gleichzeitig die Vorgaben des Hochwasserschutzes und der Wasserrahmenrichtlinie berücksichtigt. Die wesentliche Verbindung zwischen Innenstadt und Berkel wird entlang der Mühlenstraße zur Mühlenbrücke gesehen. Dort wird im Zusammenspiel mit den Umnutzungen der Berkelmühle der neue Mühlenplatz entstehen, der den gesamten Bereich des Wehrs einbezieht. Aus der Stadt heraus wird dabei auch der Burggarten als wichtiger Trittstein gesehen, dessen Nord-Südverbindungen entlang der Ränder gestärkt werden. Im Burggarten selber wird durch eine Freistellung der Topographie das Bodendenkmal im Mittelpunkt stehen. So wird eine großzügige und schlichte Rasenskulptur geschaffen. Als weitere wichtige Verbindung  wird der Bezug zwischen Busbahnhof und Fußgängerbrücke/Losbergschule gestärkt. Damit wird auch das Gelände des ehemaligen Berkelstadions besser an die Innenstadt angebunden. Der Flußraum selber wird geöffnet und so zu einem anziehenden innerstädtischen Freiraum entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Bewegung und der Aufenthalt am Wasser. Dazu wird eine durchgehende Wegeverbindung entlang der Berkel am Nord- und Südufer zwischen Mühlenbrücke und Freibad entstehen, dessen Hauptattraktionen die offene Wasserfläche und die Ufer als solche sowie zwei Berkelbalkone an der Fußgängerbrücke und der Mühlenplatz an der Berkelmühle sind.

Verfahren   einstufiger, nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RAW 2004 | Anerkennung | 2014

Ausloberin   Stadt Stadtlohn

Fläche   2,4 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Ulf Schrader | Fabian Karle | Anne Friede | Erik Hansèn

Projekpartner   Städtebau YellowZ Urbanism Architecture Berlin

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Neugestaltung Marktplatz Bad Lippspringe | Anerkennung | 2013

 

Der Entwurf versucht das Wasser als Standortqualität und Grundlage für den wirtschaftlich so wichtigen Gesundheitssektor stärker in den Fokus zu rücken. Hierbei wird der Zugang zum Bachlauf des Jordan konsequent geöffnet und enger mit den angrenzenden Nutzungen verknüpft. In der Folge entsteht eine starke und klar ablesbare Verbindung vom Arminiuspark über den Marktplatz bis zu den Schulstandorten am Dammhof. Eine verbreiterte Sitzstufenanlage auf der Jordan-Südseite bietet hohe Aufenthaltsqualität am Wasser und bindet den Platz stärker und offener an den Bach. Eine Rampe gewährleistet die barrierefreie Erschließung der untersten Ebene. Durch den Einschub eines zusätzlichen Podestes in das Bachbett wird bei Niedrigwasserständen das Gerinne so verengt, dass auch mit geringen Wassermengen eine ausreichend hohe Fließgeschwindigkeit und Attraktivität erzeugt werden kann. 

Verfahren   begrenzt einstufiger Wettbewerb | Anerkennung | 2013

Ausloberin   Stadt Bad Lippspringe   

Fläche   0,35 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth | Ulf Schrader | Fabian Karle

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Landesgartenschau Apolda 2017 | 3. Preis | 2013

 

Ziel des Entwurfes für Herressener Promenade, die als Kernzone 2 zu bearbeiten war,  ist es, die Idee der Promenade(n) konsequent weiterzuentwickeln und zu qualifizieren. Die einzelnen „Parkbänder“ sollen gestärkt und der Fokus dabei vor allem auf das Promenadenband und das Wasser gelegt werden. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Neugestaltung des Vorplatzes zum Stadion und dem angrenzenden Freibad. In der Kernzone 1 , der Bahnhofstraße, werden durch gezielte städtebauliche Eingriffe und die Entwicklung einer bildhaften topographischen Struktur die einzelnen Teile zu einem zusammenhängenden städtischen Freiraum zusammengeführt. Die Durchlässigkeit und Aufenthaltsqualität sollen gestärkt und neue Angebote für Anwohner und Gäste geschaffen werden.

Verfahren   nicht offener Realisierungs- und Ideenwettbewerb | 3. Preis Kernbereich 2 | 2013

Ausloberin   Stadt Apolda

Fläche   34 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth | Ulf Schrader | Maike Nolte | Philipp Rösner | Antoine Fourrier

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Stadtentwicklung Eutin 2016 | Ankauf | 2013

 

Mit dem Wettbewerb sollen in den drei wesentlichen Kernbereichen Seepark, Stadtbucht und dem Bauhofareal Grundsteine für eine identitätsstiftende nachhaltige Entwicklung gelegt werden. Mit der schrittweisen denkmalgerechten Instandsetzung des Schlossparks zur Landesgartenschau wird dieser zukünftig Teil eines neuen Grünrings rund um den Großen Eutiner See werden, der zugleich den Wohlfühlfaktor Wasser mehr in das erlebbare Stadtbild einbindet und Bezüge zwischen See und Zentrum stärkt. Das Profil der urbanen Stadtkante im Bereich Seepark und Stadtbucht soll dabei zukünftig stärker im Kontrast zu den Naturufern herausgestellt werden. Im Einklang mit den ökologisch wertvollen und für Schleswig-Holstein typischen Wallhecken wird die Knicklandschaft als verbindendes Thema zwischen See- und Naturpark ausgearbeitet. Dabei lenken und inszenieren die Knicke den Blick und wechseln zwischen weiten offenen Wiesen und intimen Grünräumen.

Verfahren   zweiphasiger nicht offener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil nach RPW 2008 | Ankauf | 2013

Ausloberin   Stadt Eutin

Fläche   16,6 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth | Fabian Karle | Antoine Fourrier

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Planungswerkstatt Berkel Coesfeld | 1. Preis | 2013

 

Die Berkel als ein typischer Mittellandfluss passiert von ihrer Quelle bis zur Mündung in die lJssel zahlreiche kleine Ortschaften im Münsterland. Vor dem Stadtkern von  Coesfeld teilt sich die Berkel in die Umflut, die zum Hochwasserschutz angelegt wurde und die Innenstadtberkel. Diese besondere Gegebenheit räumt Coesfeld einzigartige Möglichkeiten im Umgang mit der Innenstadtberkel ein. Während die Umflut den Ökologischen Verbund und die Hochwassersicherheit herstellt, ist die Innenstadtberkel ein artifizieller Flussraum, der höchstes Gestaltungspotential besitzt und somit den Stadtbewohnern zugänglich gemacht werden kann. Die Berkel selber ist im Innenstadtbereich eigentlich nur im Stadtpark sichtbar und auch hier verläuft sie in einem ca. 2,5 m tiefen Profil. An anderen Stellen ist sie durch Mauern und eine Betonsohle eingegrenzt und versteckt oder gar ganz überdeckelt. Das besondere Potential, welches sich aus diesen Situationen ergibt, begreift und entwickelt der Entwurf "Ein Park zum Eintauchen" zu einem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Coesfeld. In unterschiedlichen Situationen wird die Berkel im Innenstadtbereich erlebbar und erfahrbar gemacht, wobei jeweils auf den umliegenden Stadtabschnitt reagiert wird. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal dabei ist, dass der Flussraum als artifizieller Raum begriffen wird, welcher sowohl durch die Gestaltsprache als auch durch die Nutzungen des Parks betont wird. Es entsteht ein Parkraum im Innenstadtbereich, der nicht nur den direkten Kontakt mit dem Wasser ermöglicht, sondern sehr viele differenzierte "Orte" für die unterschiedlichen Ansprüche verschiedener Nutzergruppen schafft und dabei einen eigen kraftvolle Identität entwickelt. 

Verfahren   eingeladene Planungswerkstatt mit vier Teilnehmern | 1. Preis | 2013

Ausloberin   Stadt Coesfeld | Fachbereich Planung Bauordnung Verkehr | ein Projekt im Rahmen der Regionale 2016 Münsterland

Fläche   3,00 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Ulf Schrader | Philipp Rösner

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Neugestaltung des Nordufers am Landwehrkanal zwischen Baerwald- und Admiralbrücke | 2. Preis | 2012

 

Die nördlichen Uferbereiche des Landwehrkanals zwischen Baerwaldbrücke und Admiralbrücke zeichnen sich im Bestand durch einen unklaren Bezug zum Wasser und insbesondere im Bereich Böcklerpark auch durch unklare Bezüge zum landseitig liegenden Park aus. Hinzu kommt, dass die Kontinuität des Uferraums durch die kleinteilige Gestaltung am Luisenstädtischen Kanal und die mangelhaften Übergänge in die angrenzenden Bereiche massiv gestört wird. Die Raumteilungen und Wegeführungen entsprechen nicht den Nutzungen der Besucher und haben zu einer diffusen Raumsituation geführt, in der die ursprüngliche Gestaltung beinahe bedeutungslos geworden ist. Bedeutend bleiben lediglich die eigentliche Ufermauer und der beeindruckende Baumbestand. Im vorliegenden Entwurf sollen durch drei Maßnahmen die Aufenthaltsqualität und die Querungsmöglichkeiten des Uferbereichs mit minimalem Aufwand und unter Berücksichtigung des bestehenden Baumbestandes optimiert werden. Gleichzeitig werden Nutzungen entkoppelt und Nutzungskonflikte dadurch minimiert. 

Verfahren   nicht offenes Entwurfsverfahren mit Realisierungs- und Ideenteil | 2. Preis | 2012

Ausloberin   Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin

Fläche   1,7 ha

Projektteam   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth | Ulf Schrader | Philipp Rösner

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Landesgartenschau 2020 Überlingen (D), 3.Preis, 2012

+++ Überlingen charakterisiert sich durch ein wechselvolles Spiel unterschiedlicher Uferabschnitte, die auch der „längsten Promenade am Bodensee“ verschiedene Charaktere verleihen. Hervorstechendes Merkmal sind dabei die „Einstülpungen“ der Häfen, die einzelne Abschnitte der Promenade definieren und eindeutige Stationen ausbilden. Am Mantelhafen beginnt die Promenade urban mit einer harten Kante, die sich über den Landungsplatz bis zur Grabenstraße und damit dem Ende Altstadt zieht. Der urbane Charakter soll in diesem Abschnitt mit einer offenen und befestigten Promenade bis zur Uferkante deutlicher herausgearbeitet werden. Eine Vielzahl an Kübelpflanzen vermittelt einen mediterranen Charakter. Durch Badgarten und Stadtpark am See verläuft die Promenade als Uferweg mit weicher Kante zum Wasser, unterbrochen vom Gondelhafen, an dem eine neue Wegeverbindung über die Bahnhofsstraße in den äußeren Stadtgraben angeboten wird. An der Therme verspringt die Promenade an die Bahnhofsstraße und soll dort als breiter Flanierweg bis zum Bahnhof Therme geführt werden. Mit dem neuen Bürgerpark bietet sich nun die Möglichkeit, die Promenade bis zur Sylversterkapelle zu verlängern.

Ausloberin: Stadt Überlingen mit Land Baden-Würtemberg / offener Wettbewerb mit Verhandlungsverfahren / Fläche 7,0 ha / Architektur Mono Architekten, Berlin/ 3.Preis/ 2012

Projektteam: Maik Böhmer / Gerd Holzwarth / Ulf Schrader / Steffen Klotz / Philipp Rösner

Urbane Freiräume Baakenhafen in der Hafencity Hamburg (D), Anerkennung, 2012

+++ Mit der Entwicklung des Gebietes am Baakenhafen zu einem neuen Stadtraum Hamburgs entsteht auch ein weiteres Stück Stadt in dem beeindruckenden Ökosystem der Unterelbe, dass auch einen täglichen Einfluss auf das Leben in Hamburg hat. Stadt und Fluss sind in enger Weise miteinander verknüpft und trotz großer menschlicher Anstrengungen, bleibt Hamburg stark vom Wasser abhängig. Der Wegfall der Hafennutzung im Bereich der heutigen Hafencity bietet nicht nur die Möglichkeit neue lebendige Stadtteile zu errichten, sondern auch die Bezüge zu dem umgebenden Landschaftsraum zu erneuern, mit der städtischen Nutzung zu verknüpfen und so eine stärkere Verwebung von Stadt und Landschaft zu erreichen. Dies korrespondiert auch mit den Plänen Hamburgs über den Baakenhafen eine Grünanbindung zwischen Wallanlage und Entenwerder zu schaffen. Im vorliegenden Entwurf werden die Kaizonen und alle im hochwassergefährdeten Bereich liegenden Teile des Freiraumes als ein Abbild des Landschaftsraums der Unterelbe interpretiert, die die hochwassersicheren Teile der Warften umspülen, die selbst wiederum die eigentliche Ausdehnung des städtischen Raumes darstellen. Die Gestaltung  der Kaizonen, der Spielinsel und der Elbpromenade auf dem Kirchenpauerkai ist deshalb von der fluvialen Erosionslandschaft der Unterelbe inspiriert, die ganz real auch weiter unter dem Einfluss der wechselnden Wasserstände und möglicher Flutereignisse stehen werden, während die Warften als „sichere“ und vom Fluss nur noch schwach beeinflusste Bereiche die Geschichte vielfältiger urbaner Freiräume fortschreiben. Es entsteht so eine deutliche Differenzierung zwischen „oben“ und „unten“, womit auch eine spannende Abfolge städtischer und identitätsstiftender Freiräume entsteht.

Ausloberin: HafenCity Hamburg GmbH / zweiphasiger Realisierungswettbewerb / Fläche 24 ha / 2012

Wuhai (CN), 3. Preis, 2011

+++ Entlang des Stausees werden unterschiedliche Atmosphären erzeugt, die den einzelnen Stadtteilen eine eigene Identität verleihen. Im Nordwesten soll das grüne Schwemmland des Flusses erhalten und ausgedehnt werden. Ein grüner Rücken mit Strauch und Baumpflanzungen soll den Bereich vor den Winden der Wüste Gobi schützen.

Ausloberin: Stadt Wuhai / eingeladenes Verfahren / Fläche 30 qkm / 2011 / mit Axthelm Architekten und DU Diederichs Projektmanagement

Rudolphsplatz Marburg, 2011

+++ Hauptelement des Entwurfs ist die Neudefinition der Höhenkante zwischen dem oberen Rudolphsplatz und dem tiefer liegenden Platz an der alten Volksbank und der Lahn. Durch diesen topographischen Versatz und die Straßenführung entstehen drei Platzteile: Der Eingang zur Oberstadt an der alten Universität, ein Balkon an der Lahn nördlich der Weidenhäuser Brücke und eine Terrasse am Wasser an der alten Volksbank.

Ausloberin: Universitätsstadt Marburg / begrenzter Realisierungswettbewerb / Fläche 4 ha / 2011 / mit raumzeit

Aspern Seepark, Wien, 1. Ankauf, 2011

+++ Der geplante Seepark bildet den Kern des Freiraumsystems der zukünftigen Seestadt Aspern. Die vier Teilbereiche des neuen Seeparks Aspern sollen als zusammenhängende Freiraumfigur gelesen werden können und eigenständige Teilräume ausbilden. Die Landschaftszunge des  Westpark bindet an den westlichen Grünzug an. Der Zentralpark ist insbesondere durch seine Anbindung an den See und großzügige Wiesenflächen geprägt, die Weite erzeugen und die offene Mitte der Seestadt betonen. Die Promenade im Norden des Sees bildet das Rückgrat der intensiven städtischen Freiräume als Ort des Sehens und Gesehen werden, des Flanierens und Erholens. Der Ostpark bildet den landschaftlichen Übergang in den östlichen Grünzug.

Ausloberin: Aspern Development AG und Magistrat Wien / begrenzter Realisierungswettbewerb / Fläche 9,7 ha / 2011

Bundesgartenschau Heilbronn 2019, Ankauf, 2011

+++ Heilbronn teilt mit vielen anderen Kommunen, die an wichtigen Binnenschifffahrtsstraßen gewachsen sind, die Besonderheit, dass die Uferbereiche in der Industrialisierung zu Randlagen der städtischen Entwicklung wurden. Die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 bietet die Gelegenheit, den Neckar und seinen Altarm zu attraktiven Naherholungsbereichen in der Stadt zu gestalten. Kernaussage des Entwurfes ist die Kreuzung einer städtebaulichen Ost-West-Achse zwischen der Altstadt und den westlich des Neckars liegenden Stadtteilen mit einer starken Nord-Süd-Grünverbindung. Dabei nutzt die neue Ost-West-Achse die Inseln Kraninsel, Hafenweiler und die große Neckarinsel als Trittsteine zwischen dem Neckar und dem Neckaraltarm. Aus der Bedeutung der Neckarinseln für die Stadtentwicklung entsteht das Thema des Inselarchipels, welches stringent sowohl die freiraumplanerische Neuordnung für die Nachnutzung, als auch die Motive der Bundesgartenschau entwickelt.

Ausloberin: BUGA Heilbronn 2019 GmbH / offener zweiphasiger Realisierungswettbewerb /  Fläche 40 ha / 2011 / mit UT Architects

Stadtpark Meschede, 2010

+++ Der Entwurf schafft einen zusammenhängend wahrnehmbaren Parkraum von der östlichen bis zur westlichen Raumkante. Dabei bleiben die Wegeführungen im Park reduziert, binden aber im Norden und Süden an die Strassenräume an. Der entstehende neue Stadtpark erhält eine Zonierung in den Bereich des westlich gelegenen Henneboulevard, der mit abgestreutem Asphalt auch für Fahrradfahrer zugänglich ist und den Naturterrassen auf der östlichen Henneseite, die zum Verweilen einladen und ein direktes Erleben des Bachlaufs in der Stadt ermöglichen.

Ausloberin: Stadt Meschede , Regionale 2013 / begrenzt offener Realisierungswettbewerb /  Fläche 1,35 ha / 2010

Park auf der Harburger Schlossinsel, Hamburg, 2010

+++ Mit fünf Armen griff die Horeburg seit dem 17. Jahrhundert in den Hafen und schützte so das höher gelegene bewohnte Zentrum der Burg. Mit der Entlassung der Harburger Schloßinsel aus dem Hafenentwicklungsgesetz ermöglicht die IBA Hamburg eine erneute Entwicklung des Geländes. Leitbild des Entwurfes ist der Seestern, dessen Zentrum deutlich höher ist, und dessen Arme an ihren Enden zum Wasser hin abgeflacht werden. Durch diese topografische Schichtung wird eine Aufteilung in verschiedene Erlebnisbereiche möglich, sowie die Lenkung der Blickbeziehungen vom Zentrum zu den Uferbereichen.

Ausloberin: IBA Hamburg GmbH / begrenzt offener Realisierungswettbewerb /  Fläche 3 ha / 2010

Zu neuen Ufern, Siegen, 2010

+++ Die Sieg ist als Fluss gegenwärtig in der Innenstadt kaum wahrnehmbar. Das liegt nicht nur an der teilweisen Überbauung sondern auch an der Lage des Flusses, der bei mittlerem Wasserstand ca. 3-4m unter dem umgebenden Geländeniveau liegt. Um die Sieg wieder stärker Teil des Innenstadtbildes von Siegen werden zu lassen, soll nach dem Rückbau der Siegplatte auch die nördliche Uferkante aufgebrochen werden. Der neue Brückenplatz wertet die bestehenden Verbindungen über die Sieg neu und fügt eine direktere Verbindung zwischen Bahnhofstraße und Kölner Tor hinzu. Durch einen Brückenmäander werden vier Siegüberquerungen im Bereich zwischen Apollotheater im Süden und dem Durchgang zum Kölner Tor im Norden geschaffen.

Ausloberin: Stadt Siegen / begrenzter zweiphasiger Realisierungswettbewerb /  Fläche 4 ha / 2010

 

Hafenpark Frankfurt am Main, 2. Preis, 2010

+++ Der geplante Hafenpark zwischen Osthafen und Neubau der EZB  bildet den neuen Endpunkt der nördlichen Ufergestaltung entlang des Mains in östlicher Richtung. Gleichzeitig ist er zusammen mit der neuen Freiraumplanung entlang der Bahntrasse Richtung Ostbahnhof Teil eines Lückenschlusses des Frankfurter Grüngürtels. Die räumliche Gliederung mit einer eindeutigen Höhenstaffelung aus Rasenfläche, Wiesenband und Baumhain schafft im Uferpark eine großzügige Öffnung des Uferbereichs ins Landesinnere und stellt auch eine räumliche Verbindung zwischen südlichem Mainufer, Main und neuem Uferpark her.

Ausloberin: Stadt Frankfurt a. Main / begrenzt offener Realisierungswettbewerb /  Fläche 3,89 ha / 2010