Natur in Wassertrüdingen 2019 | 2015 - 2019

 

Mit der regionalen bayerischen Gartenschau 2019 ergreift die Stadt Wassertrüdingen die große Chance, wichtige Grün- und Erholungsstrukturen in der Stadt zu stärken und auszubauen. Der namensgebende Bezug zum Wasser wird als bedeutende Standortqualität erlebbar gemacht. Zwischen dem Erhohlungsgebiet Baudenhardt im Norden der Stadt und dem Oettinger Forst im Süden ensteht ein Grünes Band, das die Stadt durchzieht und wichtige ökologische Rückzugs- und soziale Erholungsräume im Stadtgebiet anbietet. Über ein durchgängiges Wegeband können Anwohner und Besucher vom Landschaftspark an der ehemaligen Erddeponie über die behutsam erschlossene Kette der Klingenweiher und die historische Altstadt zu den neu gestalteten Flächen in die Auwiesen der Wörnitz gelangen. Gut akzentuierte Eingriffe respektieren dabei das hohe Potential des Ortes und nutzen die malerische Lage um Qualitäten zu schärfen.

Planungsumfang   Generalplanung mit Objektplanungen Freianlagen | Verkehrsanlagen | Ingenieurbauwerke | Fachplanung Technische Ausrüstung | Tragwerksplanung | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2013

Auftraggeber   Stadt Wassertrüdingen | Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH

Fläche   17,7 ha

Bauvolumen  6,5 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2015 | Bau bis 2019

Projektleitung   Maik Böhmer | Thomas Lücke | Katja Erke

Projektteam   Ulf Schrader | Katrin Paczulla | Wenye Gong

Projektstandort   DE | Wassertrüdingen >> GoogleMaps

Verfahren  offener einphasiger freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 | 1. Preis | 2014

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Rahmenplanung Innenstadt Berkel Coesfeld | 2014 - 2016

 

Die Berkel als ein typischer Mittellandfluss passiert von ihrer Quelle bis zur Mündung in die lJssel zahlreiche kleine Ortschaften im Münsterland. Vor dem Stadtkern von  Coesfeld teilt sich die Berkel in die Umflut, die zum Hochwasserschutz angelegt wurde und die Innenstadtberkel. Diese besondere Gegebenheit räumt Coesfeld einzigartige Möglichkeiten im Umgang mit der Innenstadtberkel ein. Während die Umflut den Ökologischen Verbund und die Hochwassersicherheit herstellt, ist die Innenstadtberkel ein artifizieller Flussraum, der höchstes Gestaltungspotential besitzt und somit den Stadtbewohnern zugänglich gemacht werden kann. Die Berkel selber ist im Innenstadtbereich eigentlich nur im Stadtpark sichtbar und auch hier verläuft sie in einem ca. 2,5 m tiefen Profil. An anderen Stellen ist sie durch Mauern und eine Betonsohle eingegrenzt und versteckt oder gar ganz überdeckelt. Das besondere Potential, welches sich aus diesen Situationen ergibt, begreift und entwickelt der Entwurf "Ein Park zum Eintauchen" zu einem Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Coesfeld. In unterschiedlichen Situationen wird die Berkel im Innenstadtbereich erlebbar und erfahrbar gemacht, wobei jeweils auf den umliegenden Stadtabschnitt reagiert wird. Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal dabei ist, dass der Flussraum als artifizieller Raum begriffen wird, welcher sowohl durch die Gestaltsprache als auch durch die Nutzungen des Parks betont wird. Es entsteht ein Parkraum im Innenstadtbereich, der nicht nur den direkten Kontakt mit dem Wasser ermöglicht, sondern sehr viele differenzierte "Orte" für die unterschiedlichen Ansprüche verschiedener Nutzergruppen schafft und dabei einen eigen kraftvolle Identität entwickelt. 

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Besondere städtebauliche Leistungen | Leistungsphasen 1-2 HOAI 2013

Auftraggeber   Stadt Coesfeld | Fachbereich Planung Bauordnung Verkehr | ein Projekt im Rahmen der Regionale 2016 Münsterland

Fläche   3,00 ha

Bauvolumen  6 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2014 | Bau bis 2016

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader

Projekpartner   Städtebau YellowZ Urbanism Architecture Berlin |

Projektstandort   DE | Coesfeld >> GoogleMaps

Verfahren   eingeladene Planungswerkstatt mit vier Teilnehmern | 1. Preis | 2013

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Historischer Park Köln-Deutz (D)

+++ Grundüberlegung der Konzeption ist die Darstellung der Vielfältigkeit der historischen Zeugnisse in einem Raumgefüge, dass an den neuen Rheinboulevard angefügt wird und sich mit der Urbanstraße und der historischen Achse des Kastells (Via Praetoria) nach Deutz öffnet. Es ergibt sich aus diesen Überlegungen auch eine angepasste Betrachtung der Beziehungen sämtlicher Teilräume zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke und ihrer Anbindung an den Rheinboulevard und den Rhein. Die Schaffung eines „Historischen Parks Deutz“ lässt die orthogonalen Achsen, die Deutz an den Rhein anbinden stärker in den Vordergrund rücken. Sie spannen sich zwischen Rheinboulevard und Mindener Straße auf und grenzen die Qualitäten der einzelnen Teilräume klar voneinander ab. Daraus abgeleitet ergibt sich ein Betrachtungsraum für den Historischen Park Deutz zwischen Rhein und Mindener Straße. Als Kernbereich kann der Raum innerhalb der Grenzen des römischen Kastells Divitia angesehen werden. Daraus ergibt sich eine direkte Überschneidung mit dem Rheinboulevard.

Bauherr: Stadt Köln / Direktauftrag / LP 2-3 / 2012 / Fläche 1,5 ha 

Hausgarten am Griebnitzsee Potsdam | 2011 - 2012

 

Das Grundstück ermöglicht mit seiner starken Topografie die Zonierung verschiedener Teilbereiche. Zum Anderen bietet die Lage am Griebnitzsee mit ihren Ausblicken und Erholungsmöglichkeiten einen sehr atmosphärischen Hintergrund. Der Entwurf sieht vor, sich diese Besonderheiten zu Nutze zu machen und den Garten in einen naturnahen Wiesenraum mit Schilfzone und großzügigen Liegeflächen und einen Schmuckgarten mit Stauden- und Gehölzpflanzungen zu gliedern. Verbindendes Element beider Gartenteile ist das südlich der Villa gelegene Band, das der Topografie folgend von Westen nach Osten abgestufte Terrassenflächen miteinander verknüpft. Die Terrassenflächen orientieren sich in Lage und Form an den Räumen und Gartenzugängen des Hauses. Endpunkt des Bandes ist die großzügige Seeterrasse. Die vom zentralen Band abgehenden gefassten Holzdecks wölben sich jeweils am Ende ähnlich einer Klammer zu einem Sitzelement auf, das sich erneut auf das Band ausrichtet. Dadurch ergeben sich intime und gefasste Rückzugsorte auf drei verschiedenen Höhen des Gartens. (Fotos Hanns Joosten)

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   privat

Fläche   0,2 ha

Bauvolumen  0,4 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2011 | Bau bis 2012

Projektleitung   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth

Projektteam   Marleen Krüger | Sebastian Meyer

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projekpartner   Architektur Axthelm Architekten Potsdam

Projektstandort   DE | Potsdam-Babelsberg >> GoogleMaps

Bundesgartenschau Schwerin 2009 | Pflanzungen Ufergarten

 

Staudenpflanzungen Wegen der für die Gartenschau wichtigen Nutzung als Hauptgastronomiestandort sollten möglichst keine Pflanzbilder des eher artenarmen natürlichen Ufer- oder Feuchtwiesenstandortes, sondern mehr klassische Staudenpflanzungen des Gehölz- und Gehölzrandbereiches Verwendung finden. Dabei war zu berücksichtigen, dass die Pflanzung nach der Gartenschau als möglichst pflegeextensiv erhalten bleiben kann. Grundsätzlich wurde versucht, mit wenigen Leitstauden und Aspektbildern ein ruhiges Pflanzbild zu schaffen, das der Lage am See entspricht. Dabei wird die Leitfunktion vor allem durch Blattstruktur- und texturkontraste sowie eine große Bandbreite in der Farbigkeit der Belaubung hergestellt, die durch weiße Blütentö- ne akzentuiert werden.

Wechselflorpflanzung Den Wechselflor- und Staudenpflanzungen ist der Farbkanon der Blütenfarben aus dominierendem weiß, eingestreutem schwarz und punktuellem apricot, sowie das ungeordnet natürlich wirkende Pflanzbild gemein. Im Frühjahr wird dieses durch eine Millefleurs-Pflanzung aus weißblütigen Viola cornuta, Myosotis sylvatica und Bellis perennis Sorten, sowie eingestreuten Tulpen aufgelockert. Im Sommer werden Stauden und staudig wirkende Arten wie Cyanara, Foeniculum und Stipa gigantea aufgenommen, die in den Staudenpflan- zungen ebenfalls auftauchen und so eine Verbindung herstellen sollen.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-8 HOAI 1996/2002

Auftraggeber   Land Mecklenburg-Vorpommern vertreten durch die Bundesgartenschau Schwerin 2009 GmbH

Fläche   0,20 ha

Bauvolumen  0,15 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2007 | Bau bis 2009

Projektleitung   Maik Böhmer

Bauleitung   Maik Böhmer

Projektstandort   DE | Schwerin >> GoogleMaps

Rheinboulevard Köln | Bauabschnitt Hohenzollernbrücke bis Deutzer Brücke | 2008 - 2016

 

Wenn Sie mit der Bahn nach Köln einfahren und dabei die Hohenzollernbrücke über den Rhein passieren erblicken Sie direkt am rechten Rheinufer eine großartige neue Bühne städtischen Lebens in Gestalt einer spektakulären Ufertreppe. Dieses Bauwerk ist Teil des Projektes >Rheinboulevard<, dass den Stadtteil Deutz nachhaltig verändern wird. Ausgangspunkt war ein europaweit ausgelobter, zweiphasiger Planungswettbewerb der Stadt Köln, den PLANO- RAMA Landschaftsarchitektur im September 2007 für sich entschied. Eingebettet in das nordrheinwestfälische Städtebauförderungsprogramm >Regionale 2010 Köln/Bonn< nimmt dieses Projekt eine Schlüsselstellung in einer Fülle vieler weiterer Projekte in der Region ein. Dabei umfasste das ursprüngliche Wettbewerbsgebiet mit einer Gesamtgröße von ca. 10 ha neben dem im Jahr 2015 weitestgehend fertig gestellten ersten Bauabschnitt zwischen der Hohenzollernbrücke und der Deutzer Brücke mit gut 2 ha Fläche weitere Teilabschnitte im Norden vor den alten Messegebäuden bis zum Rheinpark und im Süden über die Deutzer Werft bis zur Severinsbrücke auf einer Gesamtlänge von ca. 2 km Rheinufer. 

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-8 HOAI 1996/2002/2013

Auftraggeber   Stadt Köln | Amt für Landschaftspfelge und Grünflächen

Fläche   2,0 ha

Bauvolumen  25 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2008 | Bau bis 2016

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader | Katja Erke

Projektteam   Mareike Knocke | Marleen Krüger | Maxi Polkowski

Bauleitung   Sebastian Meyer | Markus Loh

Projektstandort   DE | Köln-Deutz >> GoogleMaps

Verfahren   begrenzt zweiphasiger kooperativer Realisierungswettbewerb nach RAW 2004 | 1. Preis | 2007

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