Park- und Kleingartenanlagen auf dem Schallschutzdeckel BAB 7 Hamburg-Stellingen | 2016 - 2021

 

Im Rahmen des Ausbaus der Bundesautobahn A7 im Stadtgebiet Hamburg werden die notwendigen Lärmschutzmaßnahmen durch eine nachträgliche Überdeckelung der Autobahn realisiert. Die so hinzu gewonnenen Flächen im Stadtgebiet werden auf dem Deckel als Park- und Kleingartenanlagen gestaltet. Die Deckellänge in Stellingen beträgt ca. 1 km. (zugrunde liegender Entwurf + Darstellung Weidinger Landschaftsarchitekten Berlin)

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen |  Leistungsphasen 3-8 HOAI 2013

Auftraggeber   Freie und Hansestadt Hamburg | Bezirksamt Eimsbüttel

Fläche   4,5 ha

Bauvolumen  3,0 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2016 | Bau bis 2021

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader | Katja Erke

Projektteam   Katrin Paczulla

Projektstandort   DE | Hamburg >> GoogleMaps

Verfahren  VOF-Verhandlungsverfahren | Zuschlag | 2016

Zaunanlage im Grunewald Berlin | 2014 - 2014

 

Die Zaunanlage nimmt die Materialfarbe der Fensterlaibungen auf, spielt in der Oberfläche aber mit opaken und reflektierenden Lamellen, die immer wieder gebrochene Bezüge zur Umgebung herstellen. Auf diese Weise wird der gewünschte Sichtschutz hergestellt, ohne eine visu- elle Barriere zu errichten, die mit den filigranen Zäunen des Quartiers nur schwer vereinbar wäre. Das entstehende Vexierbild des Zauns, welches mal reflektierend, mal brüchig die Umgebung einbezieht, wird zu einem lebendigen und zugleich reduzierten Auftakt zum neuen Gebäude und dem dazu gehörenden Garten. (Fotos Christo Libuda)

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 3-5 HOAI 2013

Auftraggeber   privat

Fläche   20 qm

Bauvolumen  0,03 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2014 | Bau bis 2014

Projektleitung   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth

Projektteam   Sebastian Meyer

Projekpartner   Architektur Axthelm Rolvien Architekten Potsdam

Projektstandort   DE | Berlin-Grunewald

Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow Berlin | 2. Bauabschnitt | 2013 - 2014

 

Der Botanische Volkspark Blankenfelde befindet sich im Norden Berlins im Bezirk Pankow auf einer Hochfläche des Niederen Barnims und ist heute Teil des länderübergreifenden Naturparks Barnim. Ihre Ursprünge findet die Anlage als ehemaliges Rieselfeld, auf dem im 19. und 20. Jahrhundert Berliner Abwässer verrieselt wurden, um diese zu reinigen und die sandigen Böden fruchtbarer zu machen. Die Rieselbauern züchteten hier Gemüse, Obst, Getreide und Futtergras, bis man erkannte, dass die Verrieselung zu einer Vergiftung der Böden führte. Die Einstellung der Verrieselung führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels und damit auch zu Veränderungen im Naturhaushalt. Der heutige Botanische Volkspark Pankow wurde 1909 vom Stadtgartendirektor Albert Brodersen als zentraler Schulgarten Berlins angelegt. Besonders charakteristisch ist dabei das zugrunde liegende orthogonale Raster im östlichen Teil und die landschaftliche Gestaltung im Westen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage auf Bestreben Reinhold Lingners erhalten, teilweise wieder Instand gesetzt und ging dann 1977 in die Verantwortung der Humboldt- Universität über. Teile der Anlage wurden nun überformt. Gegenüber dem zentralen Gewächshaus entstand in diesem Zuge das „Kleine Arboretum“. In den folgenden Jahren soll schrittweise  eine Entwicklung und Schärfung der bestehenden Raumtypologien umgesetzt werden. Zunächst wird in einem ersten Bauabschnitt die zentrale Parkachse als Entrée in die Anlage überarbeitet.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 3-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Land Berlin vertreten durch die Grün Berlin GmbH

Fläche   0,5 ha

Bauvolumen   0,11 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2013 | Bau bis 2014

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader

Bauleitung   Ulf Schrader

Projektstandort   DE | Berlin-Pankow >> GoogleMaps

Verfahren   Verhandlungsverfahren nach VOF | 2011

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Innenhöfe Wohnbebauung Chausseestraße Berlin | 2013 - 2014

 

Die Anlage gliedert sich in eine Zu- und Durchfahrt von der Chausseestraße, an die sich vier Innenhöfe anschließen. Die Gestaltung der Innenhofbereiche im Erdgeschoss gliedert sich in mehrere bandartige teilräume, die eigene klare Funktionszuweisungen und Flächen- als auch Aufenthaltsqualitäten erhalten. Die ondulierenden Bänder stellen dabei die Verbindung zwischen den einzelnen Höfen her, welche durch zweigeschossige Durchfahrten von einander getrennt sind. Entlang der Gebäudefassaden schwingt ein überwiegend privat genutzter terrassenstreifen. Dieser wird durch ein feines Band aus Beton von den öffentlichen Flächen im Zentrum getrennt. Entlang und zwischen den Bändern spannen sich selbstständige freie Formen auf, die weitere Funktionen aufnehmen. Die Flächen sind zu ca. 90% mit einer Tiefgarage unterbaut. 

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-5 HOAI 2009

Auftraggeber   Hochtief Solutions AG formart Berlin-Brandenburg

Fläche   0,34 ha Erdgeschoss + 0,38 ha Dachterrassen

Bauvolumen  0,78 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2013 | Bau bis 2016

Projektleitung   Maik Böhmer | Katja Erke

Projektteam   Gerd Holzwarth | Maxi Polkowski

Projekpartner   Architektur Axthelm Rolvien Architekten Potsdam | Brandschutz ARUP Berlin | Technische Ausrüstung Verdi Ingenieurgesellschaft Berlin

Projektstandort   DE | Berlin-Mitte >> GoogleMaps

Verfahren   eigeladenes Pitch | 1. Preis | 2013

Innenhöfe Luisenforum Potsdam | 2013 - 2014

 

Die Lage der Höfe am Beginn der Brandenburger Straße und die relativ engen Toröffnungen verlangen nach einem hochwertigen und prägnanten Auftakt der Höfe, der sich bereits auf den ersten Blick deutlich von der Fußgängerzone absetzen muss, um im Vorbeigehen die Neugier der Passanten zu wecken.
Darüber hinaus sollen die Höfe ein Bild entwickeln, das nicht gegen die besondere schlauchartige Form ankämpfen muss, sondern mit den Gebäudekanten zusammen eine neue Qualität entwickelt.
Beide Aufgabenstellungen begründen den Entwurf des Luisengrunds (Tal, Schlucht, Klamm) als einen vom Trubel der Einkaufsstraße zurückgezogenen grünen, frischen, lebendigen und atmosphärischen Aufenthalts- und Entdeckungsort inmitten der Potsdamer Innenstadt.
Durch den Wechsel der Beläge vom harten Naturstein zu Holzstegen, durch den Kontrast zwischen der steiner- nen Brandenburger Straße ohne Straßenbäume in einen grünen und frischen Hofraum entsteht ein Kontrast, der das Luisenforum und seine Höfe zu einem Erlebnis mit großer Verweilqualität werden lässt. 

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Berlinhaus Verwaltung GmbH

Fläche   615 qm

Bauvolumen  0,27 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2013 | Bau bis 2014

Projektleitung   Maik Böhmer | Katja Erke

Projektteam   Gerd Holzwarth | Maxi Polkowski

Bauleitung   Katja Erke

Projekpartner   Architektur Axthelm Rolvien Architekten Potsdam | Technische Ausrüstung KEM GmbH Berlin

Projektstandort   DE | Potsdam >> GoogleMaps

Erweiterung Museum Berggruen Skulpturengarten | 2012 - 2013

 

Der Entwurf nimmt die Struktur des historischen Freiraums innerhalb des Hofes wieder auf und bindet den Garten stärker an das Museum. Der Garten ist von Nord nach Süd in drei Teilbereiche gegliedert. Direkt an die Vorfläche zum Museum schließt ein Vegetationsstreifen an, der klar einen Übergang in den Garten definiert. Der mittlere Teil wird durch eine abgesenkte Rasenfläche bestimmt. Sie schafft für den Garten eine offene Mitte und ist Aufstellungsort für Skulpturen. Der südliche Teil wird von einer freien Strauchpflanzung bestimmt, die durch ihre Form und eine Höhenstaffelung die landschaftliche Kulisse des Gartens bildet. Als Rahmen für den gesamten Garten dienen vier streng geschnittene Heckenkörper aus Hainbuche, welche die Ecken des Gartens besetzen.

Planungsumfang   Objektplanungen Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   Stiftung Preußischer Kulturbesitz vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Fläche   0,12 ha

Bauvolumen  0,27 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2012 | Bau bis 2013

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projekpartner   Architektur Kuehn Malvezzi Architekten Berlin

Projektstandort   DE | Berlin-Charlottenburg >> GoogleMaps

Verfahren   Verhandlungsverfahren mit integrierter Entwurfsaufgabe | 1. Preis | 2011

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Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow Berlin | 1. Bauabschnitt | 2011 - 2012

 

Der Botanische Volkspark Blankenfelde befindet sich im Norden Berlins im Bezirk Pankow auf einer Hochfläche des Niederen Barnims und ist heute Teil des länderübergreifenden Naturparks Barnim. Ihre Ursprünge findet die Anlage als ehemaliges Rieselfeld, auf dem im 19. und 20. Jahrhundert Berliner Abwässer verrieselt wurden, um diese zu reinigen und die sandigen Böden fruchtbarer zu machen. Die Rieselbauern züchteten hier Gemüse, Obst, Getreide und Futtergras, bis man erkannte, dass die Verrieselung zu einer Vergiftung der Böden führte. Die Einstellung der Verrieselung führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels und damit auch zu Veränderungen im Naturhaushalt. Der heutige Botanische Volkspark Pankow wurde 1909 vom Stadtgartendirektor Albert Brodersen als zentraler Schulgarten Berlins angelegt. Besonders charakteristisch ist dabei das zugrunde liegende orthogonale Raster im östlichen Teil und die landschaftliche Gestaltung im Westen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage auf Bestreben Reinhold Lingners erhalten, teilweise wieder Instand gesetzt und ging dann 1977 in die Verantwortung der Humboldt- Universität über. Teile der Anlage wurden nun überformt. Gegenüber dem zentralen Gewächshaus entstand in diesem Zuge das „Kleine Arboretum“. In den folgenden Jahren soll schrittweise  eine Entwicklung und Schärfung der bestehenden Raumtypologien umgesetzt werden. Zunächst wird in einem ersten Bauabschnitt die zentrale Parkachse als Entrée in die Anlage überarbeitet.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 3-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Land Berlin vertreten durch die Grün Berlin GmbH

Fläche   0,5 ha

Bauvolumen   0,11 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2011 | Bau bis 2012

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader

Bauleitung   Maik Böhmer

Projektstandort   DE | Berlin-Pankow >> GoogleMaps

Verfahren   Verhandlungsverfahren nach VOF | 2011

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Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow Berlin | Rahmenplanung zur Instandsetzung | 2011

 

Der Botanische Volkspark Blankenfelde befindet sich im Norden Berlins im Bezirk Pankow auf einer Hochfläche des Niederen Barnims und ist heute Teil des länderübergreifenden Naturparks Barnim. Ihre Ursprünge findet die Anlage als ehemaliges Rieselfeld, auf dem im 19. und 20. Jahrhundert Berliner Abwässer verrieselt wurden, um diese zu reinigen und die sandigen Böden fruchtbarer zu machen. Die Rieselbauern züchteten hier Gemüse, Obst, Getreide und Futtergras, bis man erkannte, dass die Verrieselung zu einer Vergiftung der Böden führte. Die Einstellung der Verrieselung führte zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels und damit auch zu Veränderungen im Naturhaushalt. Der heutige Botanische Volkspark Pankow wurde 1909 vom Stadtgartendirektor Albert Brodersen als zentraler Schulgarten Berlins angelegt. Besonders charakteristisch ist dabei das zugrunde liegende orthogonale Raster im östlichen Teil und die landschaftliche Gestaltung im Westen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage auf Bestreben Reinhold Lingners erhalten, teilweise wieder Instand gesetzt und ging dann 1977 in die Verantwortung der Humboldt- Universität über. Teile der Anlage wurden nun überformt. Gegenüber dem zentralen Gewächshaus entstand in diesem Zuge das „Kleine Arboretum“. In den folgenden Jahren soll schrittweise  eine Entwicklung und Schärfung der bestehenden Raumtypologien umgesetzt werden. Zunächst wird in einem ersten Bauabschnitt die zentrale Parkachse als Entrée in die Anlage überarbeitet.

Planungsumfang   Rahmenplanung Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-2 HOAI 2009

Auftraggeber   Land Berlin vertreten durch die Grün Berlin GmbH

Fläche   32 ha

Umsetzung  Planung 2011

Projektleitung   Maik Böhmer | Ulf Schrader

Projektteam   Stefan Cichosz

Projektstandort   DE | Berlin-Pankow >> GoogleMaps

Verfahren   Verhandlungsverfahren nach VOF | 2011

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Hausgarten am Griebnitzsee Potsdam | 2011 - 2012

 

Das Grundstück ermöglicht mit seiner starken Topografie die Zonierung verschiedener Teilbereiche. Zum Anderen bietet die Lage am Griebnitzsee mit ihren Ausblicken und Erholungsmöglichkeiten einen sehr atmosphärischen Hintergrund. Der Entwurf sieht vor, sich diese Besonderheiten zu Nutze zu machen und den Garten in einen naturnahen Wiesenraum mit Schilfzone und großzügigen Liegeflächen und einen Schmuckgarten mit Stauden- und Gehölzpflanzungen zu gliedern. Verbindendes Element beider Gartenteile ist das südlich der Villa gelegene Band, das der Topografie folgend von Westen nach Osten abgestufte Terrassenflächen miteinander verknüpft. Die Terrassenflächen orientieren sich in Lage und Form an den Räumen und Gartenzugängen des Hauses. Endpunkt des Bandes ist die großzügige Seeterrasse. Die vom zentralen Band abgehenden gefassten Holzdecks wölben sich jeweils am Ende ähnlich einer Klammer zu einem Sitzelement auf, das sich erneut auf das Band ausrichtet. Dadurch ergeben sich intime und gefasste Rückzugsorte auf drei verschiedenen Höhen des Gartens. (Fotos Hanns Joosten)

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   privat

Fläche   0,2 ha

Bauvolumen  0,4 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2011 | Bau bis 2012

Projektleitung   Maik Böhmer | Gerd Holzwarth

Projektteam   Marleen Krüger | Sebastian Meyer

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projekpartner   Architektur Axthelm Architekten Potsdam

Projektstandort   DE | Potsdam-Babelsberg >> GoogleMaps

Internationale Gartenschau 2013 Hamburg | Themengarten 'Once upon a crate' | 2010 - 2013

 

Once upon a crate lotet mit einfachen Modulen des täglichen Gebrauchs und dem prozessualen Aspekt der Pflanzung die Bedingungen von Individualität und Gesellschaft aus. Die modulare Anordnung der Transportkisten bespielt die Fläche mit verdichteten topografischen Strukturen und vereinzelten Setzungen. Gleichwohl setzt sich die Kiste selbst durch Material und Farbe gegen die Pflanze ab. Der Entwurf präzisiert damit den Wettbewerbsgewinn der Studenten der RMIT University in Melbourne und bietet eine Lösung für die statischen, pflanzlichen und technischen Anforderungen der Umsetzung. Die Einpassung in den Kontext erfolgt durch die Ausbildung eines bewegten Rückens zu den Kleingärten und der Schaupflanzung.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 2-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Freie und Hansestadt Hamburg vertreten durch die Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH

Fläche   500 qm

Bauvolumen  55.000 EUR

Umsetzung  Planung ab 2010 | Bau bis 2013

Projektleitung   Maik Böhmer | Sebastian Meyer

Projektteam  Gerd Holzwarth | David Kaufmann | Steffen Klotz

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projektstandort   DE | Hamburg-Wilhelmsburg >> GoogleMaps

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Internationale Gartenschau 2013 Hamburg | Themengarten 'Gaumenschmaus' | 2010 - 2013

 

Die Akzeptanz und das Interesse am Nahrungsangebot anderer Länder lassen sich nicht nur auf die schmackhaften Zutaten zurückführen. Der Stellenwert des Essens in der Gesellschaft und die damit verbundene Esskultur bauen Brücken zu den Küchen ferner Regionen. Der Garten wird während der Internationalen Gartenschau zum Buffet, das mit reich gedeckten Tischen Einblicke in die unterschiedlichsten Esskulturen vermittelt. Während in überdimensionierten Banketttischen Beete mit örtlichen, mediterranen und exotischen Gewürzen Kräutern und Früchten eine sinnlichen Erfahrung von Gerüchen, Geschmäckern, Farben und Formen vermitteln, wird im Zentrum des Gartens die Tischkultur selbst zum Thema. Nahezu jede Kultur erkennt das gemeinsame Essen als soziales Ereignis, das den Zusammenhalt der Gruppe stärkt, und weist im einen festen Ort zu. Dieser Ort ist in den meisten Kulturen ein Tisch. Mal höher, mal niedriger wie in Teilen Asiens, vermitteln Tische eine Vorstellung der Gesellschaft, die sich an ihnen einfinden soll, und eine Bild der Speisen, die auf ihnen serviert werden. Die Zusammenschau kleiner arabischer Teetische, mitteleuropäischer Eichentische, japanischer niedriger Tische für die Teezeremonie oder großer Banketttische evoziert das Bild einer überbordenden Fülle und Vielfalt an Speisen, welche die Natur für uns bereit hält. Verbindendes Element dieser „Tischleindeckdich“ ist der große Teppich, der als Asphaltbemalung die Möblierung in einem gemeinsamen Raum zusammenfasst. Die begrenzenden Banketttische sind aus Spanplatten gebaut und mit weißen Planen bespannt. Auf diese Weise heben sich die gedeckten von den ungedeckten Tischen ab und ermöglichen zugleich auf einfache Weise den Einbau der großzügigen Hochbeete. (Fotos © K.U. Gundlach u. Philipp Rösner)

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 2-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Freie und Hansestadt Hamburg vertreten durch die Internationale Gartenschau Hamburg 2013 GmbH

Fläche   500 qm

Bauvolumen  55.000 EUR

Umsetzung  Planung ab 2010 | Bau bis 2013

Projektleitung   Maik Böhmer | Sebastian Meyer

Projektteam  Gerd Holzwarth | Stefan Cichosz | Steffen Klotz

Bauleitung   Sebastian Meyer

Projektstandort   DE | Hamburg-Wilhelmsburg >> GoogleMaps

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Britzer Garten Berlin | Überarbeitung der Gehölzschau

 

Der „Britzer Garten“ im südlichen Berliner Stadtteil Neukölln gelegen, ist ein ca. 90 ha großer, moderner Landschaftspark, der aus der Bundesgartenschau 1985 hervorgegangen ist. Aus dieser Zeit stammen auch die ursprünglichen Pla- nungen für die Schau- und Pflanzflächen. In den vergangenen Jahrzehnten hat das Land Berlin, den immer noch öffentlich zugänglichen Park in seinen verschiedenen Bestandteilen liebevoll gepflegt und immer wieder angepasst. Auch der Bereich der einstigen Gehölzschau am süd- westlichen Rand des Geländes gelegen, ist in die Jahre gekommen. Der Schaugedanke in diesem Bereich folgte der damals üblichen Intention von bestimmten Gattungen möglichst das gesamte, verfügbare Spektrum von Arten und Sorten auf dichtem Raum aufzupflanzen und zu präsentieren. Viele Ziergehölze sind in den vergangenen 25 Jahren vergreist. Aufgrund der Dichte der Pflanzung mit dem Ziel zur Gartenschau bereits geschlossene Bestände zeigen zu können, stehen viele Gehölze in zu geringem Abstand und bedrängen sich gegenseitig. Darunter leidet die gesamte Raumqualität. Neben dem pflanzlichen Aspekt trägt auch die sehr „verspielte“ und feingliedrige Wegeführung sowie die Aufteilung der einzelnen Flächen zu einem ungeord- neten Gesamteindruck bei. Trotz der intensiven Pflege fällt auf, dass der ursprüng- liche intensive Schaugedanke langfristig unter heutigen wirtschaftlichen Aspekten nicht mehr durchgehalten werden kann. Daher wird der gesamte Bereich überarbeitet und die ursprüngliche Idee in eine zeitgemäße Sprache und dauerhaft pflegbare Struktur überführt. In einem ersten Schritt wird für den Gesamtbereich ein Leitbild für die zukünftige Entwicklung und Gestal- tung formuliert. Dazu zählt als Grundlage eine umfassende Bestandserfassung der Pflanzbestände und deren Bewertung. In einem weiteren Schritt werden für Teilbereiche konkrete Einzelmaßnahmen und Pflanz- bilder ausformuliert und schrittweise zur Umsetzung gebracht.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 2-8 HOAI 2009

Auftraggeber   Grün Berlin GmbH

Fläche   1,95 ha

Bauvolumen  0,43 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2010 | Bau bis 2014

Projektleitung   Maik Böhmer

Projektteam  Marleen Krüger | Pia Custodis | Stefan Cichosz

Bauleitung   Maik Böhmer

Projektstandort   DE | Berlin-Neukölln >> GoogleMaps

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Freie Universität Berlin | Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung | 2010

 

Im Zuge der energetischen Fassadensanierung der Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT) der Freien Universität Berlin werden die Freianlagen überarbeitet und neu hergestellt. 

Planungsumfang   Objektplanungen Freianlagen | Leistungsphasen 1-9 HOAI 2009

Auftraggeber   Freie Universität Berlin | Technische Abteilung

Fläche   0,1 ha

Bauvolumen  30.000 EUR

Umsetzung  Planung ab 2010 | Bau bis 2010

Projektleitung   Maik Böhmer

Bauleitung   Maik Böhmer

Projekpartner   Architektur Eschebach + Zander Architekten Berlin

Projektstandort   DE | Berlin-Dahlem >> GoogleMaps

Hausgarten Ansedonia (IT)

+++ La Casa e il suo splendido giardino sono situato su di un colle vicino ad Orbetello. Più precisamente questo colle segna il confine sud tra la laguna di Orbe- tello e il Mar Tirenno, la dove i etruschi ebbero lasciato le loro traccie. Con una vista meravigliosa sul mare il declivio del giardino permette zone segrete, nascoste, intime oppure spazi luminose e apperte. Oltre alle richieste funzionali dei committenti il proget- to tende a sviluppare un giardino ben strutturato con delle qualità diverse, che già charatterizzano il posto. Il progetto non si oppone al paesaggio naturale con gesti espressivi o artificiali, bensì sottolinea gli aspetti tipici della costa e della zona. Perciò il lavoro più intenso stà nel diradare i parti più chiusi e scuri dalla massa di arbusti e cespugli che chiudono la vista e che potrebbero soffocare le piante più sottili e sensibili. Oltre a questo lavoro il giardino viene diviso dalla casa e dalle terrazze in quattro parti con atmosfere uniche. Nord della casa, all‘ingresso del terreno, inizia una zona erbosa con piante più basse. Questa zona va lun- go il confine del terreno, fino alla terrazza della cucina. Accompagnando la zona erbosa delle aiuole cingono la casa con piante subtropiche. L‘aiuola più sazia e rappresentativa si trova diretta- mente davanti la grande terrazza del salotto. Piccole palme, Strilizia e Dasilirion creano un atmosfera gioio- sa e piena. Le terrazze più in basso del terreno servono come prati per sdraiarsi e sono accompagnati da Pinie alte, che danno un pò d‘ombra senza prendere la vista.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 2-3 / 2010 / Fläche 0,1 ha 

Masterplan historische Hofanlage Wissen/Sieg (D)

+++ Anlass für die Bestandsuntersuchung des Hofes und seiner zukünftigen Entwicklungspotenziale sind der in den nächsten Jahrzehnten anstehende Generationswechsel in der Fortführung des Hofes und die damit einher gehende Veränderung in der wirtschaftlichen Situation der Betreiber. Der Hof, der auf Grund der positiven wirtschaftlichen Situation seiner aktuellen Besitzer nicht zum Einkommen beitragen muss, wird in der nächsten Generation sowohl wirtschaftliche als auch nutzungsbedingte Veränderungen erfahren müssen. Die derzeitige Nebenerwerbslandwirtschaft auf den Hofflächen trägt sich aktuell selbst, oder wird geringfügig bezuschusst, so dass die relativ hohen Unterhaltungskosten ungemindert erhalten bleiben. Die Analyse und der daraus resultierende Masterplan sollen für den Hof Möglichkeiten aufzeigen, wie und ob zum Einen die Unterhaltskosten reduziert werden können, und der Hof andererseits selbst zu seinem Unterhalt beitragen kann. Darüber hinaus präsentiert sich der Hof heute durch seine baugeschichtliche Besonderheit als gemischt genutzte Fläche von Landwirtschaft, industrieller Produktion, Wohnhof und Erholungsraum. Die Überarbeitung der baulichen Fassung der Hofflächen soll eine nachhaltigere Bewirtschaftung und einen in der Pflege dauerhaft leistbaren Zustand erreichen.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / Studie;Masterplan / 2010 / Fläche 3,5 ha 

Bundesgartenschau Schwerin 2009 | Pflanzungen Ufergarten

 

Staudenpflanzungen Wegen der für die Gartenschau wichtigen Nutzung als Hauptgastronomiestandort sollten möglichst keine Pflanzbilder des eher artenarmen natürlichen Ufer- oder Feuchtwiesenstandortes, sondern mehr klassische Staudenpflanzungen des Gehölz- und Gehölzrandbereiches Verwendung finden. Dabei war zu berücksichtigen, dass die Pflanzung nach der Gartenschau als möglichst pflegeextensiv erhalten bleiben kann. Grundsätzlich wurde versucht, mit wenigen Leitstauden und Aspektbildern ein ruhiges Pflanzbild zu schaffen, das der Lage am See entspricht. Dabei wird die Leitfunktion vor allem durch Blattstruktur- und texturkontraste sowie eine große Bandbreite in der Farbigkeit der Belaubung hergestellt, die durch weiße Blütentö- ne akzentuiert werden.

Wechselflorpflanzung Den Wechselflor- und Staudenpflanzungen ist der Farbkanon der Blütenfarben aus dominierendem weiß, eingestreutem schwarz und punktuellem apricot, sowie das ungeordnet natürlich wirkende Pflanzbild gemein. Im Frühjahr wird dieses durch eine Millefleurs-Pflanzung aus weißblütigen Viola cornuta, Myosotis sylvatica und Bellis perennis Sorten, sowie eingestreuten Tulpen aufgelockert. Im Sommer werden Stauden und staudig wirkende Arten wie Cyanara, Foeniculum und Stipa gigantea aufgenommen, die in den Staudenpflan- zungen ebenfalls auftauchen und so eine Verbindung herstellen sollen.

Planungsumfang   Objektplanung Freianlagen | Leistungsphasen 1-8 HOAI 1996/2002

Auftraggeber   Land Mecklenburg-Vorpommern vertreten durch die Bundesgartenschau Schwerin 2009 GmbH

Fläche   0,20 ha

Bauvolumen  0,15 Mio. EUR

Umsetzung  Planung ab 2007 | Bau bis 2009

Projektleitung   Maik Böhmer

Bauleitung   Maik Böhmer

Projektstandort   DE | Schwerin >> GoogleMaps

Hotel Sensol Resort, Mazarron (E) - Pflanzungen

+++ Dem Prinzip einer Oase in der Wüste folgend, werden die Freiflächen um die neue Hotelanlage in verschiedenen Ringen aufgebaut, die durch farbige Gesteine gegeneinander abgegrenzt werden. Die äußere Schale mit aridem trockenem Steppenklima wird in gelblichem Gestein gehalten. Die Pflanzung in diesem Außenbereich ist auf das Klima abgestimmt und setzt sich aus Sukkulenten und Kakteen zusammen die nur geringer Pflege bedürfen. Im Inneren der Anlage, dem Aufenthaltsbereich für die Gäste, mit großzügigen Wasserflächen, wird die Bepflanzung subtropisch mit einer Fülle an saftig dunkelgrüner Blattmasse und exotischen Blüten. Insgesamt werden 3.500 Stück Kakteen und Sukkulenten und 7.500 Stück Palmen und subtropische Stauden und Gehölze gepflanzt.

Bauherr: Manoli Hotels / Direktauftrag / LP 1-5 / 2006-2007 / Fläche 2,7 ha

Hausgarten Berlin-Zehlendorf (D)

+++ Die bestehende Höhensituation des schmal und länglich geschnittenen Grundstückes wird grundsätzlich überarbeitet und neu gestaltet. Zu diesem Zweck wird eine ca. 2,4m hohe Ortbetonstützmauer errichtet, die optisch mit rostenden Stahlplatten verkleidet wird. Die Stützwand teilt das Grundstück in einen tiefer liegenden Vorgartenbereich, der mit einem Metallzaun in Rost- Optik eingefasst wird und einem höher liegenden, dem Haus zugeortneten Aufenthaltsbereich mit einer großzügigen Holzterrasse, Pflanzflächen und einem Wasserbecken. Wegebeläge werden als Klinkerpflaster ausgeführt. Zur Bewässerung der gesamten Gartenanlage soll ein Grundwasserbrunnen und eine vollautomatische Bewässerungsanlage hergestellt werden.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 1-7 / 2007 / Fläche 350 qm

Innenhofgestaltung Berlin-Friedenau (D)

+++ Die Innenhoffläche wird klar zoniert in einen grünen Gartenteil und befestigte Hoffläche. Die Belagsflächen sollen durch Verwendung unterschiedlicher Materialien optisch strukturiert und dadurch gestalterisch aufgewertet werden. Zur Verwendung kommen Natursteinmaterialien wie Kiesel- oder Mosaikpflaster in den Zwischenbereichen, die auch von oben ein attraktives Bild bieten. Die direkten Laufbereiche werden als Ortbetonwegeflächen hergestellt. Grundsätzlich bleibt die Hoffläche als offen nutzbarer Raum erhalten. Die Hoffläche nimmt als einzige Ausstattungsobjekte Fahrradständer als Metall- oder Betonkonstruktion auf. Die Lichtschächte der Kellerräume werden saniert und neu abgedeckt. In der nordöstlichen Hofecke wird ein umbauter Müllplatz in Holzoptik errichtet, der die Mülltonnen aus dem direkten Einsichtbereich entfernt und somit auch Geruchsbelastungen minimiert. Der Gartenbereich wird gestalterisch gefasst und bereinigt, bleibt aber in seiner Grundstruktur weitestgehend erhalten. Aufwuchs und Sträucher werden entfernt. Der Birn- und Wallnussbaum bleiben erhalten und werden gepflegt. Vor den Mauern werden Pflanzbeete angelegt. Die Mauern werden partiell berankt.

Bauherr: Hermes Hausverwaltung AG / Direktauftrag / LP 1-7 / 2007 / Fläche 500 qm

Dachterrasse Berlin-Friedrichshain (D)

+++ Die gesamte Dachterrasse wird von einem modularen Holzobjekt bespielt. Die Liegefläche, Ablage und Bank wölben sich aus dem Boden heraus und fließen auf verschiedenen Höhen der Brüstung entgegen. Dadurch erscheinen die einzelnen Elemente als organisches Ganzes und die Gleichbehandlung der Oberfläche gibt der Gestaltung auf schmalem Raum eine einheitliche Wirkung. Entlang der Querachse werden die durch die Bewegung entstehenden Hohlräume mit matt behandeltem Metall geschlossen. Die Wellen bekommen dadurch eine körperliche Festigkeit und in der Materialwahl einen Anschluss an die floralen Paravents, welche die Terrasse nach links und rechts fassen. Die Paravents bestehen aus einer ornamentalen Blechfüllung, die in Stahlrahmen gefasst wird. Sie bieten so Sichtschutz und zugleich Rankhilfe für die Topfpflanzen. In fest eingebaute Bodenhülsen eingesteckt lassen sich die Paravents bei Bedarf leicht entfernen.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 2-3 / 2006 / Fläche 300 qm

Hausgarten Wissen/Sieg (D) 2001-2002

+++ Der historische Hof in einem Seitental der Elbach im Westerwald verbindet ein Forsthaus aus dem 14. Jahrhundert, die als Wohngebäude genutzte ehemalige Scheune und ein aus den 60er Jahren stammendes Gebäude. Der Gartenraum zwischen den Gebäuden und dem steil abfallenden Hang sollte strukturiert und seiner Nutzung als Zufahrt und Zuwegung entsprechend neu gestaltet und in Beziehung gesetzt werden.

Dazu musste zunächst zwischen den verschiedenen Geländehöhen vermittelt werden. So schiebt sich im Westen eine Pergola in den Hang, deren Balkendeckung in den Hang ausläuft und eine Terrassierung des Gefälles ermöglicht. Dadurch entsteht zwischen der kleine Laube im Osten und der Pergola im Westen eine ebenerdige Freifläche die Platz für eine Neuinterpretation eines Bauerngartens bot.

Dieser Form folgend wurde der Zwischenraum durch vier zum Zentrum hin ansteigende Rampen mit unterschiedlicher Bepflanzung gegliedert. Am Kreuzungspunkt der mit Perlkies aufgeschütteten Wege liegt der Brunnen als Zentrum und Bezugspunkt des grünen Hofes.

Die damit festgeschriebene ausdrucksstarke grafische Strukturierung des Raumes sollte in ihrer Materialität wiederum einen Bezug zur umgebenden Landschaft herstellen. Prägend sind hier die Cortenstahleinfassungen der Rampen mit ihrer unregelmäßig korrodierten Oberfläche und die rohgeformten Torfbrandklinker.

Bauherr: Privat / Direktauftrag / LP 1-8 / 2001-2002 / Fläche 0,2 ha

Loftwohnen Berlin-Reinickendorf (D)

+++ Das aus der Gründerzeit stammende Gebäude der ehemaligen Schraubenfabrik ist in vielerlei Hinsicht typisch für ehemals großstädtische Randbereiche. Entlang der Stadtgrenzen und Gewässer bildeten diese Gebäude eine eigene Struktur, die zu Beginn des letzen Jahrhunderts durch Arbeiterviertel und infrastrukturelle Maßnahmen begleitet wurde. Die Wiederentdeckung dieser Industrielandschaften für das Wohnen und die teilgewerbliche Nutzung bedingt einen neuen Umgang mit der Bausubstanz und den städtischen Freiräumen. Pflegeextensive Grünflächen wechseln sich ab mit Frei- und Pflasterflächen, denen bei dichter Bebauung und Erschließung ein großer Stellenwert zukommt. Die heutige Lage der Fabrik nimmt sich hier aus, da sich ihre Haupterschließung in keiner Durchfahrtstrasse befindet und zwei von außen völlig „zurückgezogene“ Höfe zur Südseite aufweist. Aus den typologischen Bedingungen und der Besonderheit dieser Industriehöfe werden zwei Grundideen abgeleitet, welche die Freiräume des Gebäudes neu definieren und wohnlich gestalten sollen. Die vierflügelige Anlage der ehemaligen Fabrik unterteilt die Freianlagen in fünf Bereiche, von denen überwiegend vier planerisch bearbeitet werden. Zwei Höfe, Parkplätze, Müllanlagen und weitere Grünflächen entlang der Nordfassade, sowie ein verbindendes, längliches Grundstücksteil im Süden. Jeder dieser Bereiche ist sowohl durch die Erschließungswege, als auch durch die Raumstruktur charakteristisch ausgeprägt und vom anderen verschieden. Durch die Raumabfolge wird eine Spannung und Dynamik erreicht.

Bauherr: BUM Beteiligungs- und Management GmbH / Direktauftrag / LP 2-3 / 2006 / Fläche 0,3 ha